Batari Pressebericht

Normalerweise schreibe ich nicht nach einem Konzert, wie ich die Band fand. Dafür muss man sich immer so aus dem Fenster lehnen, wenn man dann das Genre bestimmt, die Geschichte der Musiker in die ganze Review einfließen lässt und Hardcore-Insiderwissen wie kleine Nice-To-Know-Infos nur so am Rande erwähnt, obwohl man als Schreiber ganz genau weiß, dass man dafür von Lesern am meisten anerkannt wird.
Aber bei Batari geht es nicht um Kategorisierung, bei Batari geht es nicht darum, sein Wissen zur Schau zu stellen. Bei Batari geht es ums Gefühl. Batari ist ein Lifestyle. Mehr noch. Diese Band tut Dinge mit dir.
Natürlich ist Batari nicht die erste Band die spielt, doch du bist nur genau wegen ihr da, so wie alle anderen auch. Und du spürst, wie der Raum, geschwängert
von Bierduft und Testosteron, langsam anfängt zu knistern vor lauter sexueller Spannung.Während man ungeduldig an seinem Becks nippt, zieht es deinen Körper immer mehr Richtung Bühne. Du willst, dass es passiert.
Und dann, endlich, auf der Bühne stehen Turbo, Nappo, Proto und Pater Osram, mit der Präsenz junger Halbgötter.
Ab diesem Zeitpunkt kannst du es nicht mehr kontrollieren. Proto lässt seine flinken Finger über den Bass gleiten und er liebt es. Zu erkennen ist dies an dem Gesichtsausdruck, der einen vorstellen lässt, wie er zu selbst gezeichneten Hentai kommt. Seine Sirenen-Nachahmung verstärkt diesen Eindruck.
Turbo kloppt ziemlich wirksam auf seine Drums und strahlt wie ein kleiner Junge, der erfährt, dass er von dem Weihnachtsmann die Flash Gordon-Filmreihe geschenkt bekommt. Im ständigen Blickkontakt mit ihm, spielt Nappo, dem es nicht peinlich ist, seine Beziehung zu seiner neuen Gitarre schamlos-offensiv in der Öffentlichkeit zu inszenieren.
Wenn Nappo nicht gerade seine Geliebte vor Bierduschen schützt, schaut er zu Pater. Nicht zweifelnd. Nicht ängstlich. Sondern wissend. Wissend darüber, dass ihre Musik Sex mit dem Publikum hat, dass sich in Extase-Wellen Richtung Bühne schwingt. Und diese Wellen kontrolliert Pater Osram, der Puppenspieler, der Autoverkäufer, der dir nichts verkaufen will, sondern wirklich einfach nur verdammt sympathisch ist, der Sänger von Batari.
Ich weiß nicht genau, was gesungen wurde. Es ging häufig um Batari. Aber ich weiß, dass es mir gefallen hat. Es war nichts da was störte. Selbst die Zuhörer waren einem sympathischer, als auf so manch anderen Konzerten. Diese waren ab der ersten Konzert-Minute voll und dabei.
Batari gibt einem ein gutes Gefühl. Sowie Bullrich Salz nach dem Essen bei Oma. Ich würde es immer wieder tun.

--Anonym

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